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2. Euregionales Jugendfilmfestival für junge Filmfreaks

Beiträge zum Thema „Zeit“ gesucht.

Im Dezember 2009 berichtete KingKalli über die Preisverleihung des 1. Euregionalen Jugendfilmfestivals. Der Wettbewerb soll von nun an alle zwei Jahre ausgelobt werden. Nach den Sommerferien startet die erste Projektphase des 2. Euregionalen Jugendfilmfestivals. In diesem Jahr sind Jugendliche eingeladen, Beiträge zum Thema Zeit einzureichen.

Audiovisuelle Wahrnehmung schulen


Hay Joosten vom Huis voor de Kunsten Limburg in Roermond ist einer der Initiatoren des Festivals. Seiner Ansicht nach wird in den Schulen die Fähigkeit, Bilder zu lesen, vernachlässigt. Filmarbeit biete die Möglichkeit, die audiovisuelle Wahrnehmung zu schulen.
Als im Jahr 2009 der erste Wettbewerb ausgerichtet wurde, war die Resonanz schon erstaunlich. Sybille Keupen von der Bleiberger Fabrik in Aachen, ebenfalls Initiatorin des Wettbewerbs, freute sich über 30 eingereichte Arbeiten und die teils schon hohe Qualität der Beiträge.

Rahmenprogramm: Verstärkt Workshops


Sybille Keupen hatte im Vorfeld schon oft Gelegenheit festzustellen, dass der Film ein Medium ist, das Jugendliche ab etwa 14 Jahren interessiert. In den Werkwochen der Bleiberger Fabrik werden regelmäßig Workshops angeboten. Während sich die Teilnehmer am Anfang oft an bereits Gesehenem orientieren, werden weitere Arbeiten dann zunehmend freier. Das Filmfestival soll nun auch dazu dienen, Talente zu finden und zu fördern.

Die Auswertung des ersten Wettbewerbs ergab, dass einige Jugendliche gerne noch weitere Anregungen bezüglich Filmtechnik bekommen hätten. Darauf soll in diesem Jahr verstärkt eingegangen werden. An verschiedenen Stationen in der Euregio werden Workshops zum Thema Film angeboten, berichtet Benjamin Fleig von chudoscnik sunergia VoG aus Eupen. Er ist ebenfalls Initiator und hat den Jugendlichen auch beim ersten Wettbewerb schon bei Fragen hilfreich zur Seite gestanden.
Als im Dezember 2009 die Preisträger des 1. Euregionalen Jugendfilmfestivals im Ludwig Forum Aachen bekanntgegeben wurden, konnten sich die 200 Besucher von der Qualität der Gewinnerfilme überzeugen. Über 30 Gruppen hatten sich in den vier Kategorien Musikvideo, Spielfilm, Dokumentation und Trickfilm an dem Wettbewerb zum Thema „Heimat“ beteiligt und fieberten dem Urteil der Jury entgegen.
Der Abend im Ludwig Forum erinnerte an die Verleihung der großen
Filmpreise. Die Gewinner in den einzelnen Kategorien standen im Vorfeld noch nicht fest. Zwei Jugendliche aus den Reihen der Bleiberger Fabrik führten professionell durchs Programm, das mit Rap- und Breakdance-Einlagen aufgelockert wurde. In den einzelnen Rubriken waren jeweils drei Beiträge nominiert worden, die dem Publikum kurz vorgestellt wurden.
 

Gewinner 2009


In der Kategorie Spielfilm überzeugte der Beitrag der Gruppe Eyevent Pictures aus Roetgen „Fremde Heimlichkeiten“. Eindrucksvoll wirft er Blitzlichter auf drei persönliche Schicksale von Entwurzelung, sei es durch Umzug in ein fremdes Land, durch den Tod eines Elternteils oder durch Altersdemenz. In nur 14 Minuten wird der Zuschauer in die Themenfelder hineingezogen, die sich zum Ende des Films zu einem Handlungsstrang verbinden. Die Kategorie Musikvideo konnte die Alsdorfer Gruppe G-rays & feedBack für sich entscheiden. Sie setzte sich mit dem Thema Amoklauf auseinander. Im düsteren Video zeigen sie Sequenzen aus dem Leben eines verzweifelten Jugendlichen, das in einem Amoklauf endet. Auf Gewaltszenen wurde bewusst verzichtet.
In der Kategorie Dokumentation wurde „Rumlaufen in Burscheid“, von der Filmwerkstatt der evangelischen Kirchengemeinde Burscheid ausgezeichnet.
Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen filmte dabei die Schuhe eines Gehenden, der die Gemeinde „erläuft“ und blendeten Schlagzeilen und Daten über ihre Gemeinde ein.
Der 6-minütige Trickfilm „Neue Heimat“ des 23-jährigen Sergej Retich thematisierte seine eigene Geschichte und die Übersiedlung von Kasachstan nach Alsdorf. Mit diesem Beitrag gewann er die Kategorie Trickfilm.
Als letzter Beitrag wurde „Liebeslieder“ gezeigt. Die Jury hatte sich
entschieden einen Sonderpreis für diesen Beitrag der Gruppe Jugendfilm e. V. aus Hamburg zu verleihen. In der Tat sorgte der Beitrag beim Publikum auch für einige Heiterkeit. Passanten waren aufgefordert worden ihre Lieblings-Liebes-Heimat-Lieder zum Besten zu geben, was sie in vielen Sprachen und mit unterschiedlichem Talent probierten.

Fiction, Nonfiction, Musikvideo


Die Einordnung der Beiträge in die verschiedenen Sparten sei nicht einfach gewesen, resümiert Sybille Keupen. Deshalb haben sich die Initiatoren entschieden diesmal in die drei Kategorien Fiction, Nonficton und Musikvideo zu unterteilen. In diesem Jahr werden außerdem die Alterstufen in U 18 und Ü 18 (bis 24 Jahre) unterteilt. Was die Orte betrifft, aus denen die Beiträge kommen können, werden jedoch keine Einschränkungen gemacht. Das Festival werde zwar in der Euregio initiert, jedoch wolle man andere junge Talente aus Deutschland oder auch Belgien und den Niederlanden nicht ausbremsen.

Wer sich für das Euregionale Jugendfilmfestival interessiert, hat z. B. am 30. Juli Gelegenheit, die Gewinnerfilme von 2009 im KUKUK an der Grenze anzusehen. Im November finden außerdem die Hückelhovener Filmtage statt. Auch dort werden die Beiträge zu sehen sein.
Für 5 Euro Schutzgebühr kann eine Dokumentations-DVD mit den Beiträgen und weiteren Infos zum Festival bei der Bleiberger Fabrik unter Tel. 0241 82064 bestellt werden.
Infos zum Wettbewerb stehen ab Anfang August auf der Website www.ejff.eu


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Feb | März 12 Nr. 50

50 Ausgaben KingKalli! Danke an unsere treuen Leser und Anzeigenkunden. Und VIEL SPASS mit vielen weiteren Ausgaben!

Erscheinungstermin:
01.02.2012
Auflage:
22.000

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