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BUNDjugend fordert neues Energiekonzept bis Mitte Juni
BUNDjugend erschrocken über Vorfälle in Japan. Aufruf zu Großdemos gegen Atomkraft am 26. März
Berlin, 16.03.2011: Die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUNDjugend) zeigt sich tief erschrocken über die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Neben der Anteilnahme für die Opfer der Naturkatastrophen beschäftigen die Jugendlichen insbesondere die Folgen der Atomkatastrophe und die Situation im eigenen Land. Die jungen Menschen reagieren mit Trauer und Wut auf die Situation. Sie fordern aber von der Bundesregierung jetzt auch konkrete Schritte für eine zukunftsfähige Energieversorgung, die die Gefahren und Kosten nicht einfach auf zukünftige Generationen verschiebt.
Darum fordert die BUNDjugend die Bundesregierung auf, die selbstverordnete Denkpause zu nutzen und bis Mitte Juni ein neues und zukunftsfähiges Energiekonzept vorzulegen, das unter anderem einen unverzüglichen Ausstieg aus der Atomenergie vorsieht. Zur Sicherheit der Atomkraft stellt Vorstandsmitglied der BUNDjugend Julia Römer (25) fest: „Keine Technik ist 100% zuverlässig. Und bei so etwas gefährlichem wie Radioaktivität ist mir egal, ob die Sicherheit 99,3% oder 99,7% beträgt. Die Folgen eines atomaren GAUs sind zu gravierend, um irgendein Restrisiko zu akzeptieren.“ Die BUNDjugend verlangt, dass die ältesten Reaktoren nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft abgeschaltet werden. Das Energiekonzept soll einen Weg aufzeigen, wie Deutschland so rasch wie möglich vollständig aus der Atomenergie aussteigen kann und erneuerbare Energien zielführend ausgebaut und gefördert werden. Martin Geilhufe (26) erklärt: „Auch ohne die Atomkraft gehen die Lichter nicht aus. Es gibt ausreichend Alternativen, die wir jetzt ausbauen und fördern müssen. Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern eine Risikotechnologie der erneuerbaren Energien.“
Die BUNDjugend erneuert damit ihre Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Bereits 2005 kritisierte sie den rot-grünen Atomkonsens als ungenügend. Geilhufe dazu: „Dieser rot-grüne Kompromiss war kein Atomausstieg, sondern die Erlaubnis mit einer unbeherrschbaren und gefährlichen Technik weiter Geld auf Kosten der Sicherheit und Gesundheit zu drucken. Die damalige Bundesregierung hat die Chance verpasst, ein ambitioniertes und zukunftsfähiges Energiekonzept zu erstellen. Das muss jetzt schleunigst nachgeholt werden.“
Für den 26.3.2011 ruft die BUNDjugend gemeinsam mit vielen anderen Umweltverbänden zu Großdemonstrationen in verschieden deutschen Städten auf.
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