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Die „Weihnachtsschule“

Duden Instituts für Lerntherapie empfiehlt: Vorweihnachtszeit für Rechtschreibförderung nutzen.

Lebkuchenhaus bauen, Weihnachtsbaum schmücken, Plätzchen backen – Kinder lieben es, die Vorweihnachtszeit mitzugestalten. Und sie genießen die Heimlichkeiten bis zum Fest. Was wohl heute im Adventskalender steckt? Was der Weihnachtsmann bringen wird? Das Christkind hat für die vielen geheimen Weihnachtswünsche der Kinder sogar ein eigenes Postfach. Aber nicht jedes Kind hat den Mut aufzuschreiben, was es sich so sehnlich wünscht. „Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche verlieren häufig die Lust am Schreiben und vermeiden es sogar“, sagt Bernd Wehnert, Leiter des Duden Instituts für Lerntherapie in Aachen. „Eltern sollten sie umso mehr dazu animieren und sich auch über Wunschzettel freuen, die eben nicht fehlerfrei sind.“ So können beide Seiten dazulernen, damit aus Feststimmung nicht Fruststimmung wird.

Lese-Rechtschreib- und auch Rechenschwächen sind keine Seltenheit. Geschätzte zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zum Abitur leiden darunter. Sie wünschen sich, genauso schreiben, lesen, rechnen zu können wie ihre Freundinnen und Freunde aus derselben Klasse. Die Eltern leiden mit, haben es schon häufig vergeblich mit Nachhilfeunterricht versucht und sind am Ende ihres „Lateins“. Sie fürchten um die Zukunft ihrer Kinder. Was sollen sie tun? „Wir können diesen Kindern glücklicherweise helfen“, so Wehnert. Viele Kinder und Jugendliche haben in seinem Institut eine integrative Lerntherapie begonnen und erfolgreich beendet. Eltern, Großeltern und auch Lehrerinnen und Lehrer können den Therapieweg aktiv begleiten. Es ist wichtig, dass die Kinder in ihrem Umfeld viel Motivation erfahren. Als „Weihnachtsschule“ empfiehlt Wehnert so wunderbare Übungen wie Briefe an das Christkind und Post an die Großeltern. Er sagt: „Vielleicht schreiben die Kinder ja sogar ganz eigene, kleine Weihnachtsgeschichten, um diese zu verschenken.“ Eine gute Geschenkidee.


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