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Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der StädteRegion entwickelt Ordner zum Thema Schuleschwänzen
2006 begann das „Projekt Schule“ des Fachbereiches Kinder, Jugend und Schule. Eine Fachgruppe beschäftigte sich mit dem Thema Schuleschwänzen. Jetzt wurde ein neuer Ordner vorgestellt.
Brigitte Drews und Karl-Josef Mathar haben sich besonders für die Projekt engagiert, denn jedes Kind hat das Recht auf Bildung und die in den Länderverfassungen festgelegte Schulpflicht. Doch 5 % aller Schulkinder gehen nicht zur Schule, das sind 500.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland, die regelmäßig dem Unterricht fern bleiben. Manche gehen von sich aus nicht zur Schule und manche werden von den Eltern nicht geschickt. Im Herbst 2008 wurde die Arbeit der Untergruppe durch eine Projektgruppe fortgesetzt. Diese bestand aus Vertretern aller Schulformen, wie der Schulaufsicht, der Schulverwaltung, der Schulsozialarbeit, der Schulpsychologen und der Jugendhilfe. Gemeinschaftlich wollten sie gegen den Schulabsentimus kämpfen. Sie haben einen Ordner erstellt, der wichtige Infos zum Thema enthält. Diesen gibt es bislang nur in der StädteRegion Aachen.
Dieser Ordner soll den Schulen und den Schulleitern helfen, bei besonders stark betroffenen Kindern und Jugendlichen schnell zu reagieren. Nach mehreren Klassenbucheinträgen und uneinsichtigen Eltern, soll das Jugendamt informiert werden. Wenn sich trotzdem nichts verbessert bekommen die Eltern Strafen, wie Bußgeld oder das Kind wird ihnen im Extremfall entzogen.
Der Ordner ist bewusst als Ringbuch angelegt, damit die Schulen selber Notitzen dazu heften können. Der Ordner ist vor allem dazu gedacht, Schulen zu helfen, die Anzahl der Schulpflichtverletzungen zu verringern, die Rehabilitation von Schulverweigerern zu gewährleisten und durch ein einheitliches Vorgehen allen beteiligten Personen und Institutionen Verfahrenssicherheit zu geben.
Jedes Jahr soll der Ordner aktualisiert werden.
Der Ordner enthält auch Infos, die aufzeigen, wie Schulschwänzen erkannt werden kann. Es fängt oft schon im Grundschulalter an, was dort natürlich nicht sofort auffällt. Auf den weiterführenden Schulen wird das Schwänzen schon auffälliger, besonders bei Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren. Besonders bei den Förder- und Hauptschulen ist Schulabsentismus ein großes Thema, da dort öfter geschwänzt wird.
Der Ordner alleine kann natürlich keine große Veränderung bewirken. Wichtig ist auch hier die Zusammenarbeit von Schule und Eltern.
Auf den nächsten Schulkonferenzen in den kommenden Wochen wird der Ordner den Schulen vorgestellt. Das Ziel der StädteRegion Aachen formuliert Karl-Josef Mathar so: „Die jungen Schulschwänzer sollen den Weg zurück in die Schule finden!“
Text: Nadine Kutsch/Birgit Franchy
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