Seiten-Navigation
- 1:Aktuelles.
- 2:Kalender.
- 3:Medientipps.
- 4:Kultur.
- 5:12 +.
- 6:Ausflug/Ferien.
- 7:Multiplikatoren.
- 8:Flohmarkt.
- 9:.
- 10:Über uns.
- 11:Leserstimmen.
- 12:Auslagestellen.
- 13:Links.
- 14:Abo.
- 15:Kontakt.
- 16:Newsletter.
- 17:Impressum.
Theater Aachen: Kinderoper „Pollicino“ startet am 20. Mai
In Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk Aachener Christen leitete das Theater Aachen ein besonderes Projekt in die Wege: Mehr als 110 Kinder und Jugendliche von vier verschiedenen Schulen sollen Ende Mai bei der Aufführung der von Hans Werner Henze komponierten Kinderoper Pollicino tragende Rollen spielen.
In Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk Aachener Christen leitete das Theater Aachen ein besonderes Projekt in die Wege: Mehr als 110 Kinder und Jugendliche von vier verschiedenen Schulen sollen Ende Mai bei der Aufführung der von Hans Werner Henze komponierten Kinderoper Pollicino tragende Rollen spielen.
Ermutigt wurden die Organisatoren durch den großen Erfolg des Tanzprojekts „In Motion“, das das Stadtteilbüro Aachen Ost, das Theater Aachen und das Sozialwerk Aachener Christen 2009 mit 300 Kindern durchgeführt hatte. Wegen der vergleichsweise bescheidenen Mittel entschied man sich diesmal gegen ein weiteres Tanz- und für ein Opernprojekt. Die Wahl fiel auf die Kinderoper Pollicino. Ausschlaggebend war die Tatsache, dass in dieser Kinder die wichtigen Rollen innehaben. Dass sich Henzes Werk insbesondere an europäischen Märchen wie Grimms „Hänsel & Gretel“ oder Perraults „Der Däumling“ orientiert, wird bereits zu Beginn der Handlung deutlich: Nachdem ein kleiner Junge namens Pollicino mitsamt Geschwistern von seinen Eltern, die von Geldnöten geplagt sind, im Wald ausgesetzt wird und zusehends die Orientierung verliert, erreicht er die Bleibe seines zukünftigen Widersachers – in Henzes Oper die des Menschenfressers Fürchterlich. Pollicino kann ihn überlisten, fliehen und letztlich mit seinen Brüdern und Schwestern einer besseren Zukunft entgegensehen. In der neuen Interpretation sollen auch aktuelle Themen wie Kinderarmut behandelt werden. Die Dramaturgin Katrin Eickholt und Regisseur Sebastian Jacobs sind aber darauf bedacht, diese nicht plakativ darzustellen.
Mittlerweile laufen die im Januar 2011 begonnenen Proben auf Hochtouren und es fallen auch viele andere Arbeiten an. Bühnenbilder müssen gebaut, Kostüme geschneidert und Medienagenturen sowie Fernseh- und Radiosender kontaktiert werden, um möglichst viele Aachener über das Projekt zu informieren und zum Kommen zu bewegen. Bis zur Premiere am 20. Mai ist noch viel zu tun!
Neben klassischen „Theatertätigkeiten“, die auf der Bühne ausgeübt werden, bietet das Projekt auch handwerklich Talentierten oder medial Interessierten die Möglichkeit, sich einzubringen. Die Arbeit an der Kinderoper kann als ernsthafte Berufsorientierung dienen. In Workshops lernten die einzelnen Schüler erst das gesamte Tätigkeitsspektrum kennen, ehe ihnen vor wenigen Monaten ihre endgültige Aufgabe zugeteilt wurde. Theaterpädagogin Katrin Eickholt zeigte sich bei einer Pressekonferenz Ende Februar besonders glücklich über den Umstand, dass die Schüler selbst bei anstrengenden, schwierigen Arbeiten hochkonzentriert seien und man sie kaum motivieren müsse.
Ein Beweis für die Selbstständig-keit der Jugendlichen ist das für den Bühnenbau verantwortliche Team: Die meterhohen Objekte wurden von den Schülern selbst erstellt und bemalt. Dabei wurde von Detlev Beaujean, dem Leiter des Bühnenbauerteams, weniger Wert auf Vorgaben als vielmehr auf Kreativität gelegt. Aber auch die Kostüme werden unter Anleitung der Kostümbildnerin Renate Schwietert von den Kindern selbst gefertigt.
Damit auf der Bühne auch Schüler ohne größere musikalische Erfahrung mitwirken können, wird die Oper u. a. mithilfe einiger Instrumente vorgetragen, die häufig im Musikunterricht genutzt werden. Neben Blockflöte und Xylophon kommen aber auch zahlreiche, von den Studenten der Kölner Hochschule für Musik und Tanz gespielte Blas- und Streichinstrumente zum Einsatz.
Neben dem Einblick ins Berufsleben bekommen die 10- bis 16-jährigen Schüler der Maria-Montessouri-Gesamtschule, des Rhein-Maas-Gymnasiums, der Luise-Hensel-Realschule und der Burtscheider Gemeinschaftshauptschule auch die Möglichkeit, Körpererfahrung und Selbstbewusstsein zu erlangen und im Team zu arbeiten.
Wegen des hohen Kostenaufwands, den ein solches Projekt erfordert, waren die Organisatoren auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Tatsächlich konnten neben zahlreichen privaten Spendern auch größere Unternehmen wie die Aachener Sparkasse, die Provinzial oder Deubner für das Projekt gewonnen werden, die ihr Engagement mit der Wichtigkeit von Erfolgserlebnissen und dem Kennenlernen der „Hochkultur Theater“ für Heranwachsende begründeten.
Text: Yannick Schornstein (16)
Infos:
Theater Aachen
Theaterplatz, 52062 Aachen
Theaterkasse:
Tel. 0241 4784-244
theaterkasse@mail.aachen.de
www.theateraachen.de
« Aktuelles für Kinder und Familien in Aachen und um die Ecke
-
- KingKalli 51 April/Mai 2012
64 Seiten prall gefüllt mit Hasen, Gärten, Rittern, Terminen, Kursen, Tipps ...
Erscheinungstermin:01.04.2012
Auflage:
22.000
Archiv



